Tegula Villen

„Gute Häuser können ihre Umgebung interpretieren und ihr gerecht werden. Tegula ist das lateinische Wort für Ziegel. Es gab in Heidelberg während der Römerzeit Ziegeleien, und diese Tradition bestand bis in unsere Zeit fort, wie auch der Name eines neueren Heidelberger Stadtteils ‚Ziegelhausen‘ zeigt.“ Andreas Epple EPPLE Projekt GmbH

EPPLE Projekt GmbH
69115 Heidelberg
Deutschland

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Der Heidelberger Stadtteil Neuenheim ist ein ruhiges, über Jahrzehnte gewachsenes Villenviertel, das von Neubauten aus guten Gründen Respekt vor dem Vorhandenen erwartet. Diese Tugend zeichnet auch die zwei neuen Stadthäuser aus, die an der Kreuzung von Luther- und Möchhofstraße gegenüber der Johanniskirche entstanden sind. Sie ersetzen auf einem kircheneigenen, in Erbpacht vergebenen Grundstück das ehemalige Pfarrhaus und fügen sich mit ihrer bemerkenswerten, zweifelsfrei modernen Architektur selbstbewusst in die gründerzeitlich geprägte Nachbarschaft. Die beiden Häuser bilden ein Ensemble und präsentieren sich trotz der erkennbaren gemeinsamen DNA als jeweils eigenständige Baukörper. Mit ihren steilen, um 69 Grad geneigten Dachflächen scheren sie sich erfreulich wenig um den viel zu selten hinterfragten Flachdachkonsens herkömmlicher Neubauten – zweifellos zum Wohle des Quartiers und seiner vielgestaltigen Dachlandschaft. Loggien, Balkone, unterschiedlich große Fenster und großzügige Dachterrassen öffnen die ansonsten schlichte Kubatur und sorgen im Inneren der insgesamt neun Wohnungen für reichlich Tageslicht. Doch das eigentliche Charakteristikum der beiden Häuser ist ihre Fassade aus handgefertigten Ziegelsteinen. Die natürlichen Farbabweichungen dieses traditionellen Sympathieträgers verleihen dem Ensemble eine warme, freundliche Ausstrahlung und beglaubigen nicht zuletzt das, was Architektur im besten Sinne sein soll: beständig, solide, zeitlos schön. Es ist nur konsequent, dass sich dieses prägende Material auch im Namen wiederfindet: Tegula ist das lateinische Wort für Ziegel. Was das Äußere verspricht, wird auch im Inneren gehalten. Die 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit Flächen bis zu 160 Quadratmetern sind teilweise als Maisonette ausgeführt und verfügen über offene Wohn- und Essbereiche, Badezimmer mit Fenster und Fußbodenheizung – die gehobenen Wohnqualitäten eines Villenvororts eben.