The Twentyfive - Niedenau 25

"Das Haus ist komponiert wie eine römische Stadtvilla." Lang & Cie, Niedenau GbR

Niedenau 25 GbR
60323 Frankfurt am Main
Deutschland

Galerie

Manchmal sieht das Neue im besten Sinne alt aus. Für die Aktualität der gründerzeitlich beseelten, klassischen Stadthausarchitektur steht auch der Neubau Niedenau 25 im Frankfurter Westend. Er behauptet sich in dieser von großbürgerlichen Wohnhäusern geprägten Gegend mit Selbstbewusstsein und Respekt gleichermaßen. Das Gebäude fügt sich in die Bauflucht und nimmt mit einem kleinen, umzäunten Vorgarten auf elegante Weise Abstand von der Straße, ohne sich betont abzugrenzen. Die gartenseitige Fassade prägt ein dreigeschossiger Erker mit großen Fensteröffnungen, der wie ein Wintergarten angefügt ist. Der Baukörper selbst ruht auf einem robusten steinernen Sockel und präsentiert sich zur Straße mit einer an römischen Vorbildern geschulten wohlproportionierten Fassade, während sich die Seiten- und Rückfronten mit großen Glasfronten tektonisch nach oben staffeln. Bemerkenswert ist das zweigeschossige Eingangsportal, das mit dem darüber befindlichen Balkon an die repräsentative Wohnkultur aus der Ära der herrschaftlichen Stadtvilla mit Beletage und Salon erinnert. Doch das Projekt ist ein Mehrfamilienhaus mit 13 großzügig dimensionierten 3- bis 5-Zimmer-Wohnungen, die allesamt über großzügige Terrassen- oder Balkonbereiche verfügen. Die Gebäudeecken zitieren mit ihrer Fensteranordnung alte venezianische Palazzi – das Privileg des allseitigen Ausblicks. Die fein abgestimmte Materialwahl der Architektur beschränkt sich auf hellen Kalksandstein für die Hauptfassade, Gesimse, Vorsprünge und Fensterbänke sowie hellen Putz mit hellem Anstrich für rückwärtige Fassadenbereiche und die Anbauten. Die Wohnungen selbst sind von geradezu verschwenderischem Zuschnitt. Die zwei 3-Zimmer- Einheiten messen 175 Quadratmeter, die vier 4-Zimmer-Wohnungen kommen auf 180 bis 220 Quadratmeter, und die sieben 5-Zimmer- Wohnungen sind mit Flächen von 250 bis 310 Quadratmeter sogar größer als handelsübliche Doppelhäuser. Diesen Maßstäben entspricht selbstverständlich auch der Ausbaustandard. Und auch wenn man angesichts dieser Qualitäten nicht unbedingt an Sparsamkeit denkt – beim Energieverbrauch legt das Haus einen üblichen Geiz an den Tag und erfüllt die strengen KfW-70-Standards. Noblesse oblige.