VILLENGARTEN

„Gutes Design ist so wenig Design wie möglich. Der Villengarten in Stuttgart überträgt dieses Prinzip zeitloser Gestaltung auf die zeitgemäße Interpretation der klassischen Stadtvilla.“ Andreas Epple EPPLE Projekt GmbH

EPPLE Projekt GmbH
69115 Heidelberg
Deutschland

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Die Halbhöhenlage im Stuttgarter Norden ist ein klassischer Villenstandort, der alle Vorzüge einer innenstadtnahen Bestlage auf sich vereint: grün und ruhig, gleichwohl verkehrsgünstig und mit Blick auf das Zentrum im Tal und die Hügellandschaft ringsum. Wer hier etwas Neues baut, sollte mit derartigen Privilegien umzugehen wissen. Der Villengarten, ein Ensemble von sieben Stadtvillen mit insgesamt 115 Wohnungen, ist der gelungene Beweis, dass sich zeitgenössische Architektur und klassisch-repräsentative Wohnkultur nicht ausschließen. Den Kontext der aus einem siegreichen Wettbewerbsentwurf hervorgegangenen Neubauten bilden die topografisch sensibel modellierten Außenbereiche und ein denkmalgeschütztes ehemaliges Institutsgebäude. Mit Rückgriff auf die ortsprägende Typologie der frei stehenden Stadtvilla setzt das neue Quartier die lokale Bautradition fort und schließt damit das restrukturierte, großzügige Areal an die kleinteilige Nachbarschaft an. Gleichzeitig gelingt es über den maßvollen Zuschnitt der Baukörper, das vorhandene zweiflügelige Institutsgebäude einzubinden. Ihren Villencharakter gewinnen die kubisch gefügten Häuser über Vor- und Rücksprünge, die das jeweilige Volumen seitlich und nach oben hin staffeln. Durch die so versetzten Stockwerke ergibt sich ein differenziertes Panorama aus Fenstern, Terrassen und Loggien, die in ihrer Anordnung nicht zuletzt dafür sorgen, dass die Wohnungen mit reichlich Tageslicht versorgt werden. Die feinen äußeren Unterschiede der Villen korrespondieren mit der Vielfalt der Wohneinheiten selbst. Keine Wohnung gleicht der anderen. Doch egal, ob 2-Zimmer-Apartment oder Penthouse mit Dachterrasse: Das Innere jeder Einheit ist individuell geplant und mit einer hochwertigen Ausstattung versehen. Die verwandtschaftliche Binnendifferenzierung der einzelnen Gebäude spiegelt sich in der Farbgebung der Fassaden wider. Jede Stadtvilla erhielt einen individuellen, aus einer chromatischen Familie von Brauntönen abgeleiteten Putzanstrich. Dem jeweiligen Farbton entsprechen auch die Beschichtungen der Fensterbänke und Attikableche. Vorbildlich ist auch die diskrete Integration der Haustechnik. Weder Rohre noch Wasserspeier oder Abtropfkanten stören den puristischen Auftritt. Selbst die Technikaufbauten auf dem Dach sind weitgehend kaschiert. Den zweigeschossigen Eingangsbereich ziert ein umlaufendes Lichtband; Hausnummer und Klingelschild sind dezent integriert. Kompromissloser Gestaltungswille prägt auch die Außenanlagen. Denn erst die inszenierten Blickbeziehungen und anmutigen Wegeführungen verwandeln das Quartier tatsächlich in einen Villengarten.