Wohnquartier Schützenhof

„Bei der Vergabe von Wohnbauflächen durch öffentliche Träger sollte nicht der Preis das alleinige Kriterium sein; das beste Konzept zur Schaffung von attraktivem und preiswertem Wohnraum sollte ebenfalls berücksichtigt werden.“ Sven Lütkemeier WOBAU – Wohnungsbaugesellschaft jenawohnen GmbH

jenawohnen GmbH
07743 Jena
Deutschland

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Die thüringische Stadt Jena mit ihrer traditionsreichen Universität und zahlreichen Hightech-Firmen zieht schon seit Jahren Menschen aus dem In- und Ausland an. Der dadurch steigenden Nachfrage nach Wohnraum begegnet die Stadt mit viel Neubau und setzt dafür auch auf eine Nachverdichtung in den bestehenden Großsiedlungen an der Peripherie. Auch das neue Quartier Schützenhof entsteht im Kontext eines von aufgelockerter Zeilen- und Blockbebauung geprägten Viertels nördlich der Kernstadt. Die Voraussetzungen für die Entstehung eines lebenswerten Wohnquartiers könnten nicht besser sein: grüne, baumreiche Hanglage mit weitem Blick über das Saaletal, eine bereits vorhandene, gute Verkehrsanbindung an das Zentrum sowie eine funktional und sozial vorteilhaft durchmischte Nachbarschaft. Die neuen Wohnhäuser sollten den Bestand harmonisch ergänzen und zugleich als zeitgemäße, qualitativ ansprechende Weiterentwicklung des Viertels erkennbar sein. Bei der Planung des neuen Quartiers galt es zunächst, zwischen der umliegenden Bebauung aus Zeilenbauten einerseits und Einfamilienhäusern andererseits zu vermitteln. Das Ensemble setzt sich aus drei einzelnen Baukörpern zusammen. Die zwei südlich vorgelagerten, gestaffelten Solitäre sind terrassenartig in den Hang gefügt und bilden mit dem dritten Block einen zentralen Stadtplatz, der mit seinen Sitzbänken und dem Spielplatz zum kommunikativen Mittelpunkt wird und zugleich als Zugang zu den Läden und Dienstleistungseinrichtungen im Erdgeschoss der Neubauten dient. Um die Loggien wie private Außenbereiche zu gestalten, wurden die Geschossebenen plastisch ineinander verschränkt. Für diese Gestaltung wurden sowohl die außen als auch die innen liegenden Wohnungstrennwände als tragende Stahlbetonwände ausgeführt. Nach Süden wird die steinerne Fassade durch eine großzügige Verglasung ersetzt, sodass die Bewohner eine unverstellte Panoramaaussicht genießen können. Für die Verkleidung der Loggien wurden VSG-Scheiben verwendet. Sämtliche Fassaden sind mit einem glatten weißen Putz verkleidet, der den Baukörpern eine fast mediterrane Leichtigkeit und Eleganz verleiht. Lediglich die Eingangsbereiche und die Staffelgeschosse wurden farblich abgesetzt.